PREMIERE:
20.03.2015 // Katakombe
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Der Autor


Eric-Emmanuel Schmitt ist Romancier, Dramatiker, Filmregisseur und Philosoph. Schmitt erhielt für seine Werke schon verschiedene renommierte Preise. Sein bekanntestes Stück „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ wurde verfilmt und im Jahr 2004 ausgezeichnet. Schmitt hat in seinem 2003 in Paris mit großem Erfolg uraufgeführten Stück „Kleine Eheverbrechen“ mit Witz, Ironie und tieferer Bedeutung brillant und anrührend die Probleme langjähriger Partnerschaft in einer mit raffinierter Leichtigkeit einherkommenden Psychologie erfasst, Vertrautes wird hier zur Routine, in der gleichwohl nichts so ist, wie es scheint.

Das Stück

Gilles hat durch einen mysteriösen Unfall sein Gedächtnis verloren. Seine Ehefrau Lisa, mit der er seit fünfzehn Jahren verheiratet ist, kehrt mit ihm in die gemeinsame Wohnung zurück. Ist es wirklich seine Wohnung? Ist Lisa wirklich seine Frau? Gilles kann sich scheinbar an nichts erinnern. Wer ist er? Wer ist Lisa? Was für eine Ehe führten Sie? Mühsam versucht er seine Vergangenheit, sein Leben zu rekonstruieren. Beunruhigt und amüsiert zugleich lauscht er dem wundervollen Portrait, das Lisa von ihm, ihrem Zusammenleben und ihrer gemeinsamen Liebe zeichnet. Doch wenn Lisa nun lügen würde. Ist er tatsächlich so, wie sie ihn beschreibt, waren sie tatsächlich so verliebt, wie sie sagt, oder war es im Gegenteil eine Hassliebe, die sie verbindet? Oder spielt gar Gilles falsch? Weiß er mehr, als er zugibt?

Die Inszenierung

Wir erleben eine beklemmende Achterbahnfahrt der Gefühle. Nichts ist in diesem Stück so wie es scheint, und bis zum Schluss bleibt der Zuschauer wie auch die handelnden Personen selbst im Ungewissen, was geschehen ist und was geschehen wird. Aus der Ausgangskonstellation entwickelt der Autor in ständigem Wechsel zwischen oberflächlich erscheinendem Konversationston und urplötzlich Gift und Galle sprühender verbaler Schlacht einen immer wieder überraschenden, spannenden, höchst intelligenten und beunruhigenden, zwischen Thriller und Psychodrama changierenden Theatertext, in dem die Problematik der Liebe zwischen Mann und Frau auf äußerst sensible und theatralisch eindrucksvolle Weise abgehandelt wird. Die Regie setzt sich dem aus: Es wird experimentiert mit komprimierten Dialogen. Sie wagt, – was dem Text bekommt – Konventionen zu verwüsten,das Unerwartete zu schaffen und einen durchaus humorvollen Blick auf den Text und seine Untiefen zu werfen, ohne den poetischen Hintergrund zu zerstören.

Das Team

Regie: Carola Moritz
Bühnenbild und Ausstattung: Friedrich-Wilhelm Gärtner
auf der Bühne: Myriam Tancredi und Christoph Stein

Carola Moritz
Regiesseurin, Schauspielerin, Sängerin aus Stuttgart. Erhielt ihre klassische Tanzausbildung an der John-Cranko-Schule Stuttgart und an der Musikhochschule Köln. Schauspielausbildung in Stuttgart und Wiesbaden, Gesang an Dr. Hoch‘s Konservatorium in Frankfurt. Engagements am Theater in Esslingen, Hildesheim, Köln. In diesem Sommer inszeniert sie „Der Impresario von Smyrna“ von Carlo Goldoni für das Ekhof-Festival auf Schloß Friedenstein in Gotha.

Friedrich-Wilhelm Gärtner
Designstudium in Hannover und an der HfG Offenbach, Mitbegründer der Galerie z.B. Architektur und Design, danach angestellter und heute freiberuflicher Designer, Fotograph und Bühnenbildner.

Myriam Tancredi
Schauspielerin aus Frankfurt M. / Freiburg i.Br. Sie arbeitet als freie Schauspielerin seit Jahren für diverse Theater und Filmproduktionen wie Theater Pro Freiburg, Theaterperipherie Frankfurt, Volkstheater Ffm

Christoph Stein
Christoph Stein ist freier Schauspieler mit deutsch-französischen Wurzeln. Nach Aufenthalten in Frankreich und der französischen Schweiz zog es ihn in die Mainmetropole Frankfurt am Main. Seine Schauspielausbildung erhielt er am Plot Schauspielstudio. Christoph arbeitet als Schauspieler für Bühne und Film.